Da ist der Wurm drin

Von Kernobstgewächsen und Globalisierungsgegnern

 


Der Apfel, eine Pflanzengattung der Kernobstgewächse aus er Familie der Rosengewächse, ist des Deutschen liebste Obstsorte. Glaubt man der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V., isst jeder Deutsche durchschnittlich 17 kg Äpfel pro Jahr. Ursprünglich aus Asien stammend werden Äpfel hierzulande seit dem Mittelalter angebaut und gedeihen seither prächtig auf deutschem Boden. Aber etwas scheint nicht zu stimmen mit dem deutschen Apfel. Denn ein in deutschen Landen geerntetes Exemplar im Supermarkt seines Vertrauens zu ergattern, ist vielerorts zu einem geradezu unmöglichen Unterfangen geworden. Er muss etwas sehr Schweres verbrochen haben, der deutsche Apfel, denn aus den Obstregalen in heimatlichen Supermärkten scheint er weitgehend verbannt. Möglicherweise wurde er als Globalisierungsgegner entlarvt, der als heimisches Produkt den Absatz importierter Ware aus Argentinien, Chile oder Neuseeland hemmt und somit das deutsche Wirtschaftswachstum bremsen könnte. Möglicherweise entpuppte sich der Apfel wiederholt als Kollaborateur regierungsfeindlicher Öko-Aktivisten und Konsumverweigerer, die eine Rückkehr zum Anbau von und Handel mit regionalen Lebensmitteln postulieren und damit jedem Wirtschaftsweisen Alpträume bereiten. Da verwundert es nicht, dass die Einsatzbehörde zur Unterbindung nationalökonomischer Interessen, kurz EU genannt, etwaige Bestrebungen der Ernährungshippies, im Rahmen kleiner Versorgerkommunen deutschstämmige Vertreter der Überseekost zu rekultivieren, mittels Saatgutverordnungen und Freihandelsabkommen versucht, einen Riegel vorzuschieben. 

 

Hieß es einst bei Tucholsky „Deutsche kauft deutsche Zitronen!“, so müsste man heute skandieren: „Deutsche, kauft wieder deutsche Äpfel!“.


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